Sa

12

Mai

2012

Hawaii Top 10

  1. Na Pali Küste (Kauai)

  2. Kilauea Krater (Big Island)

  3. Straße nach Hana (Maui)

  4. Pearl Harbor (Oahu)

  5. Haleakala (Maui)

  6. Honolulu (Oahu)

  7. Waimea Canyon (Kauai)

  8. Little Beach (Maui)

  9. Mauna Kea (Big Island)

10. Rainbow Waterfalls (Big Island)

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Mo

28

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 75

Nach dem Frühstück heißt es packen. Mein Koffer ist zum Bersten gefüllt. Ich versuche, mir die Zeit bis zum Mittagessen mit Glee zu vertreiben.

Den ganzen Tag lang höre ich Sätze wie: wann gehst du? Das ist dein letzter Lunch. Wie fühlst du dich?

Es geht mir erstaunlicherweise besser, als befürchtet. Es gibt einige Momente, in denen mir die Tränen kurz in die Augen steigen, aber damit hat es sich auch schon. Für mich waren 2 Monate die perfekte Dauer für diese Experience. Viele andere Volontäre verlängern ihren Aufenthalt. Ich freue mich, nun auch wieder Familie und Freunde zu sehen.  

Da mein Flug erst um 22 Uhr ist, kann ich den Zumba-Workshop, der am Nachmittag statt findet, mitmachen. Erst kurz vor meiner Reise habe ich mir Zumba DVDs gekauft. Es ist super, die Musik wieder zu hören und das spaßige Workout einmal mit anderen zu erleben.

Nach dem Dinner und vielen Umarmungen werde ich zum Flughafen gefahren. Dort kann ich mich Gott sei Dank noch von Michelle und Jaquelin verabschieden, die über das Wochenende in Honolulu waren und gerade in Hilo gelandet sind. Sie waren 2 meiner besten Freundinnen in Kalani.

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So

27

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 74

Mein letzter vollständiger Tag in Kalani ist angebrochen. Deshalb gehe ich noch einmal zum Maku'u Market und kaufe ein paar Souvenirs.

Danach laufe ich zum Meer, um den Sand, den ich von den anderen Inseln mitgebracht habe, hinein zu schütten. Ich habe nämlich gehört, dass man Sand und Steine von den Inseln keinesfalls mit aufs Festland nehmen darf, da man sonst verflucht wird. Klar habe ich mich gefragt, ob ich daran wirklich glauben soll. Die Hawaiianischen Götter sind schließlich nicht meine Religion und wahrscheinlich ist es nur ein Aberglaube, um Touristen davon abzuhalten, die Strände zu plündern. Andererseits habe ich auch verschiedene Geschichten von Menschen gehört, die plötzlich lauter Unfälle hatten. Und da ich das Unheil nicht heraufbeschwören will, trenne ich mich eben von dem unterschiedlichen Sand, der eine prima Dekoration für mein Wohnzimmer gewesen wäre.

Am Abend sitzen wir um ein großes Lagerfeuer und essen nach amerikanischer Art Marshmallows.

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Sa

26

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 73

Ich habe keinen "Hangover" wie meine Mitstreiter von gestern, aber da ich schon vor 7 Uhr aufgewacht bin, bin ich sehr müde und verbringe den Tag dem entsprechend gemütlich.

Es ist mein erster Tag hier in Kalani, an dem ich so wenig mache. Neben Harry Potter 7 Teil 2 schauen wir Glee, bis uns der Stromausfall einen Strich durch die Rechnung macht. Stromausfälle kommen immer mal wieder vor. Bisher jedoch nur am Tag, bei Nacht (also ab 18 Uhr) stelle ich mir das sehr viel lustiger vor.

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Fr

25

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 72

Drei Geburtstagskinder veranstalten am Abend eine Party zusammen, die spontan in eine nah gelegene Bar verlagert wird, da dort eine bekannte Band spielt.

Weil wir nicht genug Autos haben, quetschen sich eben 8 Leute in einen Kleinwagen. Das sind die längsten 7 Kilometer meines Lebens. Die Stimmung in der Bar (wenn man das so bezeichen kann, eigentlich ist es eine überdachte Open-Air-Bühne) ist grandios. Da der "Barbetreiber" keine Ausschankerlaubnis hat, bekommt man Bier oder Kava nur gegen eine Spende. Wir haben uns einfach unseren eigenen Baileys und Wein mitgebracht. Für Kalani-Verhältnisse kommen wir sehr spät ins Bett, es ist schon 2 Uhr morgens. Das entspricht in der normalen Welt 5 Uhr.

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Do

24

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 71

Happy Thanksgiving!

Ich freue mich riesig, dass ich nach Halloween ein weiteres typisch amerikanisches Fest miterleben kann.

Für viele Amerikaner ist Thanksgiving sogar wichtiger als Weihnachten. Ich finde den Gedanken von Thanksgiving toll: mit der Familie zusammen zu sitzen und für das dankbar zu sein, was man hat ohne den Geschenke-Druck ist wirklich eine sehr schöne Idee.

Und was mache ich an diesem besonderen Tag, nun da ich nicht mehr arbeiten muss? Richtig, ich verbringe ihn in der Küche.

Ich habe vorher mit Kenny, unserem Koch, abgemacht, dass ich ihm bei den Vorbereitungen helfen darf. Also mache ich die ersten Truthähne meines Lebens ofenfertig, bereite Süßkartoffelgratin und Beilagen zu. Es ist so cool, endlich mal selbst kochen zu dürfen und nicht nur Gemüse zu schneiden.

Das Dinner schmeckt sogar noch sehr viel besser, als ich erwartet habe. Da die ganzen Amerikaner um mich herum total in Feststimmung sind, kommen wir auf die Idee, ein Tischgebet zu sprechen und jeder sagt reihum, wofür er dankbar ist. Ich bin nicht sehr religiös erzogen worden und ehrlich gesagt finde ich es befremdlich, einige Leute in Kalani vor jeder Mahlzeit beten zu sehen. Aber dieses gemeinsame kurze Gebet passt perfekt zum Augenblick. Wir haben so viel, wofür wir dankbar sein können: wir sind in Hawaii, dem Paradies auf Erden und haben eine wunderbare Familie um uns herum und natürlich auch zu Hause.

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Mi

23

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 70

Nun ist meine letzte Schicht in der Küche vorbei. Es war heute wieder einmal sehr lustig. Zum Schluss wurde ich kräftig mit Wasser bespritzt, das ist Tradition beim Austritt.

Nachdem ich nun drei Tage in Folge um 5.30 Uhr aufgestanden bin, entspanne ich am Nachmittag bei einigen Folgen Glee. Das Wetter ist sowieso eher regnerisch, also verpasse ich draußen nichts. Ich habe Glee bereits ab und zu in Deutschland angeschaut. Da sich die Serie in Amerika großer Beliebtheit erfreut, lasse ich mich vom Fieber anstecken. Ich liebe die Idee, eine Musicalserie zu produzieren und die Tanz- und Gesangseinlagen sind richtig gut. Was ich nicht so sehr mag, ist die Übertreibung bei der Handlung. Als ich die Rocky Horror Picture-Folge sehe, fühle ich mich sehr an den Film erinnert, den ich vor 3 Wochen zum ersten Mal gesehen habe. Ich bekomme einige Lieder daraus tagelang nicht aus meinem Kopf.

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Di

22

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 69

Ich erlebe den perfekten Sonnenuntergang. Obwohl ich auf der Südostseite der Insel bin, färbt sich der ganze Himmel in dramatischen orange-rot-lila-Facetten. 

Die Lavafelsen und das brausende Meer bieten den perfekten Kontrast. Dazu spielt David Garrett seine grandiosen Interpretationen von Air, Beethovens Fünfter und Csardas in meinem Ohr. Ich kann mir keine Musik vorstellen, die besser zu diesem epischen Moment passen würde.

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Mo

21

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 68

Meine letzte Woche ist angebrochen. Noch drei Morgenschichten in der Küche und dann ist es vorbei...*schnief*

Diese Woche sind wir sehr knapp besetzt, da es für viele ihre letzte Woche hier ist und sie ihre Urlaubstage nehmen. Somit hat jede Schicht nur 2-3 Volontäre anstatt bis zu 5.

So sind wir auch heute Morgen lediglich zu zweit. Netterweise hilft uns Sherri, die eigentlich gerade vom Koch trainiert wird, ebenfalls Schichtleiter zu werden.

Nach der Arbeit gehe ich zu meiner Lieblingstanzstunde TranZendance, wo wir von Salsa über Rock n Roll bis zu Hip Hop alles mögliche tanzen.

Am Abend findet meine letzte Writing Class statt. Der aufmerksame Leser sollte sich nun wundern: schon wieder, das war doch erst???

Vollkommen richtig, bisher war die Writing Class immer Donnerstags, jetzt wurde sie auf Montags verlegt. Wir sind heute eine viel größere Gruppe. Viele sind neu hinzugekommen, da wir jetzt keine geschlossene Gruppe mehr sind, wie in den ersten sechs Wochen. Es ist interessant frischen Wind zu bekommen und den anderen Schreibstilen zu lauschen. Wie gerne würde ich in dieser großen Gruppe Woche für Woche neuen kreativen Ergüssen lauschen.

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So

20

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 67

Ich würde zu Hause nie auf die Idee kommen, freiwillig Müll einzusammeln. Aber auf Hawaii ist alles anders.

Seit ich hier bin habe ich immer wieder die Schilder am Straßenrand gesehen: Adopt a Highway oder Highway Litter Controll. Und Kalani hat einen Highway adoptiert, was so viel bedeutet wie: alle paar Monate fahren freiwillige Helfer zu dem 2 Meilen Abschnitt und sammeln den Müll am Straßenrand ein. Da in unserer Ohana (Familie) jeder jedem hilft, habe ich kein Problem damit, mit einigen Anderen etwas Gutes für die Umwelt zu tun.

Zur Belohnung bekommen wir free Icecream und vielleicht einen Platz im Himmel.

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Sa

19

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 66

Wow! Meine Abreise rückt bedrohlich schnell näher. Wenn mich jemand fragt, wie es mir dabei geht, muss ich zugeben: nicht so schlecht, wie ich erwartet hatte.

Nach meinen ersten drei Wochen in Kalani konnte ich mir nicht vorstellen, jemals abzureisen. Mit jedem Tag lernt man die Leute hier besser kennen und will umso weniger fort.

Ich bin es definitiv nicht gewohnt, rund um die Uhr andere Menschen um mich zu haben. Aber es gab nicht einen Moment, in dem es mich genervt hätte, da alle so furchtbar lieb und verständnisvoll sind. Es tut gut von den Köchen zu hören: "Du hast heute super gearbeitet, du kannst uns nicht verlassen."

Es wird schwer sein, plötzlich nicht mehr jede Mahlzeit im Freien mit vielen Freunden einnehmen zu können.

Aber andererseits freue ich mich auch auf zu Hause. Auf meine Familie und Freunde und die anstehende Weihnachtszeit.

Ich habe hier viel über mich selbst gelernt. Meine Zukunftsvorstellungen haben sich geändert und ich habe neue Träume entdeckt, wie z.B. diese Website aufzubauen. Sie wird mich immer mit Kalani verbinden, da sie hier "geboren" wurde.

Wie sagt man so schön: ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge!

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Fr

18

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 65

Mein 2. Staff Trip steht an. Wir fahren zum Hawaiian Volcanoes National Park, sprich dem Kilauea, den ich schon einmal besucht habe. Auf dem Weg durch den Krater sehe ich heute sogar ab und zu die Sonne. Die Landschaft fasziniert mich noch genauso wie beim ersten Mal.

Außerdem fahren wir die Chain of Craters Road hinunter zum Meer, wo sich ein wunderschöner Sea Arch befindet. Ich weiß nicht, ob es ein deutsches Wort dafür gibt, das Foto links zeigt die Naturschönheit.

Am Abend schauen wir uns einen Film an, der ziemlich passend für die Kalani-Experience ist: Eat, Pray, Love. Denn in gewisser Weise haben auch wir wie Julia Roberts im Film unser altes Leben hinter uns gelassen, um uns selbst zu finden.

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Do

17

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 64

Donnerstag ist wie immer Will-Tag, da ich zuerst seine grandiose Yoga-Stunde besuche und am Abend in seine Writing Class gehe.

Zum ersten Mal sollen wir einen Dialog schreiben, nicht einfach eine Kurzgeschichte. Und vor allem soll  Spannung erzeugt werden, indem sich die Figuren uneinig sind. So etwas mag ich. Ich kann viel besser tragische und traurige Stories schreiben als lustige, zumindest in Englisch.

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Mi

16

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 63

Wir haben eine neue Mitbewohnerin bekommen: Rhonda ist gestern Abend eingezogen und am Morgen führe ich sie ein wenig in Kalani herum.

 

Außerdem besuche ich heute zum ersten Mal die Yogastunde von Lily, einer meiner Chefköchinnen. Dieses Sivananda Hatha Yoga ist eine ruhigere Yogaklasse, die nichts desto trotz ein powervolles Training darstellt.

Am Abend schaue ich mir zum 2. Mal die Open Mic Nacht an. Diese toppt die erste sogar noch. Wir haben vielfältige Beiträge, die von Gesangseinlagen über Videofilme bis hin zu Zauberkunststücken reichen. Als eine Frau Amazing Grace singt, bekomme ich eine Gänsehaut. Es ist großartig völlig andere Seiten an Menschen zu entdecken, mit denen man täglich zu tun hat.

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Di

15

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 62

Heute gehen wir zu dritt auf die Reise gen Süden. Das Auto, das wir von Drew mieten ist ein Cabrio und die Sonne scheint...das nenne ich Lebensqualität.

Wir fahren zuerst zum South Point, dem südlichsten Punkt der Inselkette. Von dort aus laufen wir eine Stunde zum Green Sand Beach. Der Sand sieht eigentlich nur von der Nähe richtig schön aus, dann glitzert er olivgrün. Beeindruckender finde ich den großen Sandsteinfelsen, der die Bucht einrahmt. Er erinnert mich an Bilder von Arizona, nur dass er statt orange-rot grau ist.

Auf dem Rückweg machen wir am Lava Tree State Park Halt. Vor hunderten Jahren hat die Lava dieses Gebiet komplett überflossen. Sie blieb an den Bäumen kleben, ließ diese absterben und erstarrte zu bizarren 2-3 Meter hohen Säulen. Schöner als die Lavareste ist für mich allerdings die grüne Fauna um uns herum. Hier stehen beeindruckende riesige Bäume und Farne.

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Mo

14

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 61

Nach der Morgenschicht war ich so müde, dass ich erst einmal einen Mittagsschlaf halten musste und danach habe ich einen gemütlichen Abend mit meinen Freunden verbracht.

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So

13

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 60

Da ich heute außer Schreiben, Kunst und Sonnenbaden nicht viel gemacht habe, werde ich mal wieder einen grundsätzlichen Einblick in Kalani geben.

Es gibt auf dem ganzen Anwesen kein einziges Fenster. Was aussieht wie Fenster sind lediglich Fliegengitter. Auch die Türen bestehen meist hauptsächlich aus Fliegengittern. Diesen Luxus des Minimalismus kann man sich leider nur in Hawaii leisten. Es ist wunderschön, immer ein wenig frischen Luftzug um einen herum zu haben. Wenn ich an den Winter in Deutschland denken, bin ich allerdings froh, dass wir Fenster haben.

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Sa

12

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 59

SCHNEE!!!!

Ja, auch in Hawaii schneit es. Naja, nicht in Puna, wo ich bin, aber immerhin auf dem höchsten Vulkan des Archipels dem Mauna Kea.

Neben Schnee sehen wir uns einen wunderschönen Sonnenuntergang und die Sterne an. Es wäre wunderbar, wenn wir diese durch eines der Teleskope hier der weltweit größten Sternwarte bestaunen könnten. 

Eine weitere Attraktion des Mauna Kea sind die unsichtbaren Kühe. Nein, Sie müssen den Satz nicht noch einmal lese, Sie haben schon richtig verstanden. Es gibt ein Warnschild: Watch out for invisible cows.

Das beruht auf der Tatsache, dass hier oben anscheinend Kühe frei herum laufen, die bei Nebel und wenn man die Wolken durchfährt nicht sichtbar sind. Ich kann nicht sagen, ob diese Warnung berechtigt ist, ich habe keine Kühe gesehen...

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Fr

11

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 58

Am Morgen nehme ich an Kuk Sool Martial Arts teil. Das ist mit Taekwondo oder Kickboxen vergleichbar und macht sehr viel Spaß. Ich liebe es, mich beim Sport auszupauern und nicht einfach nur langsame Bewegungen zu machen.

In der Abendschicht darf dieses Mal Sherri alleine Regie führen. Sie ist erst seit wenigen Wochen in Kalani und hat bisher die gleichen Aufgaben wie ich erledigt. Da sie aber früher selbst ein Cafe hatte, darf sie heute ausnahmsweise Chefkoch sein.

Das Ungewöhnliche ist, dass nur Lindsay und ich in der Schicht eingeteilt sind. Normalerweise sind wir mindestens drei Personen, meistens vier. Aber mit Unterstützung von Sami, der Küchenmanagerin, rocken wir die Küche.

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Do

10

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 57

Brandon hat heute nach einigen Wochen Training seine erste Schicht als alleiniger Chefkoch. Er macht einen super Job. Ich freue mich riesig für ihn, dass alle sein Dinner lieben. Es ist schön zu sehen, wie sich Leute hier in Kalani weiter entwickeln.

In der Writing Class machen wir heute etwas wahnsinnig Lustiges. Jeder schreibt einen Satz und gibt seinen Block dann weiter, so dass der Nächste die Geschichte weiterführen kann. Jeder schreibt also einen Satz bis wir reihum sind und 12 Stories kreiert haben.Wo viele Köche den Brei verderben, multipliziert sich die Kreativität von vielen Schriftstellern zu sehr viel Komik.

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Mi

09

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 56

Diese Morgenschicht beginnt ungewöhnlich: wir Volontäre sind alle vor dem Koch in der Küche, beginnen das Obst zu schneiden und alles vorzubereiten und begeben uns kurz nach 6 Uhr auf die Suche nach unserem "Chef".

Sein Wecker hat ihn im Stich gelassen und somit erscheint er 45 Minuten später als gewöhnlich in der Küche. Auf die Frage, ob wir ihm irgend etwas helfen können meint er nur: "Sprecht mich 30 Minuten nicht an."

Da wir alle routiniert sind, treffen wir unsere Vorbereitungen wie üblich und um Punkt 7 ist das Frühstück wie gewohnt serviert. Wir sind eben immer ein gutes Team in der Küche. Jeder versucht zu helfen und anderen Arbeit abzunehmen wo er nur kann. Egal, ob wir fünf oder drei Arbeitsbienchen sind, es haut immer hin.

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Di

08

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 55

Ja! Wir haben es tatsächlich geschafft, ein Auto zu bekommen und uns auf das Ziel Rainbow-Falls, Akaka-Falls und Botanische Gärten bei Hilo zu einigen!

Und was passiert??? Das Wetter, das schon seit 1.11. sehr stürmisch und regnerisch ist, macht uns einen fetten Strich durch die Rechnung. Wir sehen uns die zwei Wasserfälle bei strömendem Regen an, der nicht gerade zu einer schönen Fotokulisse beiträgt. Als es dann auch noch zu gewittern anfängt, beschließen wir, die Botanischen Gärten auszulassen und statt dessen Souvenir-Shopping zu erledigen. Wenigstens bin ich dieses Mal in der Lage, Geschenke für andere und nicht nur für mich selbst zu finden und habe die Sorge, ohne Mitbringsel in Deutschland anzukommen, nun aus dem Kopf.

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Mo

07

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 54

Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist. Nun bin ich schon über einen Monat in Kalani. Es bleiben mir genau 3 Wochen, bis ich Hawaii verlassen muss. Ich versuche, den Gedanken zur Seite zu schieben.

Für mich besteht leider nicht die Möglichkeit, meinen Aufenthalt zu verlängern.  Zum einen aus Visa-technischen Gründen, zum anderen, weil ich am 1.12. wieder arbeiten muss.

In meiner verbleibenden Zeit möchte ich noch so viel wie möglich von Hawaii sehen. Am liebsten mit anderen Leuten von Kalani, aber es stellt sich als ziemlich kompliziert heraus, einen Trip auf die Beine zu stellen. Man muss auf die unterschiedlichen Schichtpläne Rücksicht nehmen, niemand will sich genau festlegen, wo er genau hinmöchte, man muss jemanden finden, der sein Auto an diesem Tag vermietet...

Deshalb bin ich momentan sehr mit der Organisation von irgendetwas beschäftigt ohne feste Zusagen zu bekommen.

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So

06

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 53

Ich starte meinen Sonntagmorgen (neben dem wie immer grandiosen Frühstück natürlich) mit einem Besuch des Maku'u Markets.

Dieses Mal finde ich sogar noch mehr Souvenirs für mich selbst als beim ersten Mal, obwohl ich eigentlich nach Geschenken für meine Familie Ausschau halte. Irgendetwas scheine ich falsch zu machen - oder richtig ;+)

Am Nachmittag blogge ich und besuche Modern Dance.

Am Abend schaue ich den wunderschönen Film Letters to Juliet. Da ich erst vor wenigen Monaten selbst in Verona war (bevor ich wusste, dass ich nach Hawaii gehen würde), gefällt mir der Film umso besser.

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Sa

05

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 52

Heute geht es in den hohen Norden von Big Island zum Waipio Valley.

Dieses Tal hat einen breiten Sandstrand, an dessen Ende wir Georg treffen, der uns 3 Kilometer durch den tiefsten Dschungel führt.

Immerwieder stoßen wir auf einzelne Häuser, wohl versteckt im grünen Irrwald. Und dann erreichen wir Georges Haus. Er besitzt ein großes Stück Land, auf dem er allerlei Pflanzen anbaut, beziehungsweise einfach alles wachsen lässt und das Unkraut dazwischen entfernt. Es ist schwer vorstellbar für mich, so allein in der Wildnis unter relativ primitiven Bedingungen zu leben. Die nächste Stadt ist weit entfernt und selbst zum nächsten Haus muss man erst einmal 15 Minuten laufen.

Unser Rückweg ist interessant, da uns George in seinem Jeep zum Strand fährt. Da vorne nur 2 Sitzplätze vorhanden sind, stehen wir zu dritt auf der Ladefläche. Es ist holprig, wir müssen Verrenkungen machen, um keine Äste ins Gesicht gepeitscht zu bekommen und wir fahren mitten durch Flüsse...ich liebe es! Wir haben definitiv viel zu lachen auf der Ladefläche.

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Fr

04

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 51

Heute würde ich alles dafür geben, nicht arbeiten zu müssen, denn in Hilo findet die Black & White Night statt. Die Geschäfte haben länger geöffnet, es gibt überall Live-Musik und getreu dem Thema trägt jeder schwarz und weiß.

Da ich bis 20 Uhr arbeiten muss und somit erst um 21 Uhr in Hilo wäre, lohnt es sich nicht, erst nach der Arbeit hinzufahren, denn das Hauptgeschehen findet eher am frühen Abend statt. 

Wider Erwarten ist die Schicht heute extrem lustig und entspannt. Danach machen wir 4 Küchenmädels es uns auf dem Sofa bequem und schauen Red Riding Hood. Der Film ist eine Neuinterpretation des Rotkäppchen-Märchens. Nachdem wir ca. 2/3 des Films gesehen haben, gibt jeder seinen Tipp ab, wer der Wolf ist. Wir haben vier verschiedene Meinungen und jede von uns liegt falsch. Es ist ein heiden Spaß. Ich liebe diesen Film. Er stellt genau die richtige Mischung aus Lovestory, Action und Mystery dar.

Und als die Anderen aus Hilo zurück kommen, stellt sich heraus, dass das Spektakel nicht sehr beeindruckend war. Wir Küchenmädels hatten im Endeffekt den unterhaltsameren Abend.

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Do

03

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 50

Ich habe meine neue Lieblings-Yoga-Stunde gefunden: Practical Yoga mit Will. Das ist der selbe, der auch die Writing Class ins Leben gerufen hat. Irgendwie hat er ein Händchen für verdammt gute Veranstaltungen.

Selbige Writing Class findet am heutigen Donnerstag natürlich auch wieder statt. Dieses Mal mit einer besonderen neuen Herausforderung: wir sollen eine Geschichte schreiben, die in jedem Absatz eine neue Farbe behandelt. Die Farbe wird im ersten Satz benannt, danach nur noch beschrieben. Wenn man also über blau schreibt, kann man die Farbe wunderbar durch Himmel, Meer, Kornblumen etc. beschreiben.

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Mi

02

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 49

Nach der Arbeit statte ich The Point mal wieder einen Besuch ab. Das ist der Name für den kleinen Platz an den Klippen genau gegenüber von Kalani. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick auf das Meer und die Küstenlinie. Ich könnte den Wellen, die hart gegen die Felsen schlagen,  stundenlang zuschauen.

Anderen Volontären ist es sogar gelungen, Delfine von hier aus zu beobachten.

Am Abend findet ein spezielles Dinner statt. Um uns herum findet The Murder Mystery statt. Eine kleine Schauspieltruppe bestehend aus Volontären führt ein sehr lustiges Theaterstück vor und wir dürfen raten, wer der Mörder des Starkochs war. Ich dachte, ich gehe einen unkonventionellen Weg und beschuldige den Polizisten. Das hat sich leider nicht als gute Idee erwiesen.

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Di

01

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 48

Nach zu wenig Schlaf muss ich um 5.30 Uhr aufstehen und arbeiten während in Deutschland Feiertag ist. Deshalb ist am Nachmittag nicht viel mit mir anzufangen.

Wir schauen den interessanten Film: Prinzessin Kaiolani, der von einer hawaiianischen Prinzessin berichtet und auf wahren Begebenheiten beruht.

Am Abend lernen wir in Hawaiian Studies ein Kinderlied, das von den verschiedenen Mondphasen handelt und dazu auch noch den passenden Tanz. Es ist sehr lustig. Die junge hawaiianische Lehrerin, die auch eine bekannte Hulatänzerin ist, hat eine wunderschöne Stimme.

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Mo

31

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 47

Am eigentlichen Halloween-Tag gehen wir in die Rocky Horror Picture Show. Ich habe den Film noch nie zuvor gesehen, aber natürlich kenne ich einige der Lieder.

Wie es sich gehört werfen wir mit Toast, Zeitung und Klopapier um uns. Einige Andere kennen den Film so gut, dass sie jedes Lied mitsingen können und den Time-Walk perfekt beherrschen.

Das war definitiv das beste Halloween-Wochenende, das ich je hatte.

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So

30

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 46

Heute haben wir unsere eigene Halloween-Party in Kalani auf dem Field of Dreams. Die Kostüme reichen von Adam und Eva, die sich einfach an den reichlich vorhandenen grünen Blättern bedient haben, über orientalische Tänzerinnen bis zu spartanischen Kriegern.

Es ist eine super Sache, wenn man sich nicht wie in Deutschland an Fasching in dicke Wintermäntel einhüllen muss, sondern im knappen Outfit zur Party laufen kann. Es gibt neben Bier und Wein auch Kava zu trinken. Das ist ein hawaiianisches Nationalgetränk, das bei ausreichend hoher Konsumierung beruhigend (teilweise drogenähnlich) wirkt. Dazu muss man aber schon ein paar Becher trinken und da dieser Tee ziemlich bitter und erdig schmeckt, verzichte ich lieber. Solange ich gute Musik höre brauche ich sowieso keinen Alkohol oder andere Stimmungsmacher, um Spaß zu haben. Und da wir meistens meiner eigenen Playlist lauschen, finde ich die Musikmischung sehr gut...

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Sa

29

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 45

Halloween beschränkt sich in Amerika nicht auf den 31. Oktober, es wird einfach das ganze Wochenende lang gefeiert. Man kann es sehr gut mit deutschem Karneval/ Fasching vergleichen.

Jeder ist total wild darauf, ein schräges Outfit zu finden. Obwohl wir kein Geld für unsere Kostüme ausgeben, sind die Patchwork-Verkleidungen ziemlich gut gelungen. Ich konnte sogar zwei Outfits finden und gehe heute als Sekretärin mit schwarzem Bleistiftrock und weißem in der Taille geknotetem Herrenhemd.  Eine Freundin leiht mir ihre Plateau-Sandalen, die perfekt dazu passen.

Am Abend finden wir eine Mitfahrgelegenheit, die uns die zwei Kilometer zu einem Haus in der Nachbarschaft fährt, wo eine riesige Party stattfindet. Zwischen Garten und Pool wurden Zelte aufgebaut, es gibt leckeres Finger Food, Musik und Kostümprämierungen. In das wunderschöne große Haus dürfen wir leider nicht (verständlicherweise). Was man durch die komplett verglaste Außenseite sieht, lässt auf Luxus und die typische offene Bauweise, die ich so liebe, schließen.

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Fr

28

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 44

Da heute nichts Spannenderes als Arbeit und Website-Aufbau auf dem Programm stand, werde ich niemanden mit Details langweilen.

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Do

27

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 43

Den Nachmittag verbringe ich nach getaner Arbeit am Pool und werde eingeladen, Watsu zu probieren. Das ist, wie ich gerade nachrecherchiert habe, eine vom Shiatsu abstammende Wasser-Massage.

Dabei lasse ich mich im warmen Wasser treiben und werde von der Therapeutin gedehnt und massiert. Das wunderbare Gefühl der Schwerelosigkeit ist tiefenentspannend.

In der Writing Class schreiben wir heute über Superkräfte: If I were a superhero, my superpower would be...ich entscheide mich spontan dafür, dass ich gerne in der Zeit springen können würde. Einfach mal zurück zu reisen ins Mittelalter oder zu den Mayas scheint mir sehr reizvoll zu sein. 

 

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Mi

26

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 42

Halloween rückt bedrohlich schnell näher. Was gäbe es da Wichtigeres zu tun als Pumpkin Carving?

Da Halloween zu meiner Kindheit noch nicht populär war, ist es das erste Mal, dass ich einen Kürbis aushöhle und ihn in einen heulenden Werwolf verwandle. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mit einer Kerze bei Nacht erstrahlen unsere Kürbisse auf dem Lanai (Terrasse, auf der wir essen).

Am Abend findet das Actor's Studio statt. Hier lernen wir ein wenig Schauspielkunst und dürfen in Gruppen kurze Stücke improvisieren. Das ist für mich eine besondere Herausforderung, da ich auf Englisch schauspielern soll. Das letzte Mal, dass ich auf der Bühne stand und ein Theaterstück aufgeführt habe, ist schon ca. 8 Jahre her. Umso lustiger und interessanter ist es nun, in diesem Umfeld die Schauspielerei wieder zu entdecken.


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Di

25

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 41

Da wir diese Woche ein Kulinarisches Festival haben, gibt es vier verschiedene Kochstunden. Arbeitsbedingt kann ich leider nur eine davon besuchen.

Wir schauen unserem Starkoch Stewart zu, wie er zwei Souffles, ein herzhaftes und ein süßes Grapefruit-Souffles, zubereitet und dürfen das Ganze natürlich auch kosten.

Das Dessert ist Banana Foster, eines meiner neuen Lieblingsgerichte. Wer warme Bananen mit Rum mag, der wird mit diesem Nachtisch auf Wolke Sieben schweben. Ich kann es kaum erwarten, bis ich es daheim nachkochen werde.

 

Eigentlich hatte ich gar nicht vor, einen Blog zu schreiben. Aber seit ich gestern im Fitnessstudio mit einem Typ gesprochen haben, der sein Geld ausschließlich mit seinem eigenen Youtube-Kanal verdient und sich in der Branche ziemlich gut auskennt, beschließe ich nachts um 3 Uhr sofort meinen ersten Blog-Eintrag zu verfassen. Ich bin so aufgeregt, dass ich kaum schlafen kann und freue mich nun richtig, dass ich einen Blog habe.

 

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Mo

24

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 40

Außer der Arbeit und der Gestaltung meiner Website (man hält es nicht für möglich, wie lange man sich am passenden Layout aufhalten kann), gehe ich heute wieder einmal zum TranZendance, wo wir in Halloween-Stimmung zu Thriller und anderen Michael Jackson Klassikern tanzen.

Danach lerne ich in Hawaiian Studies mehr über Maui und die Götter des Haleakala, was für mich besonders interessant ist, da ich schon dort war.

 

Wer sich schon einmal gewundert hat, warum im Hawaiianischen alles gleich klingt oder sich Worte oft wiederholen (z.B. kaukau = Essen), hier ist die Antwort: Es werden zwar alle Vokale benutzt, allerdings nur 7 Konsonanten. Da gehen einem eben schnell die Gestaltungsmöglichkeiten aus. Wir Deutschen tun uns mit der Sprache relativ leicht, da alles so gesprochen wird, wie man es schreibt. 

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So

23

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 39

Ich schaffe es endlich das erste Mal einen Film zu schauen. Wir haben hier wahnsinnig viel Auswahl, aber ich bin nie dazu gekommen, tatsächlich einen Film anzuschauen.

Schließlich sind soziale Kontakte und all die interessanten Veranstaltungen auch viel wichtiger. Fernsehen kann ich daheim. Ich entscheide mich für Avatar, da ich wahrscheinlich der letzte Mensch des Universums bin, der diesen Film noch nicht gesehen hat. Bewertung: Sehr gut, wunderschöne computergestaltete Landschaften, nichts desto trotz keiner meiner Top 10 Movies.

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Sa

22

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 38

Heute ist der erste Samstag, an dem ich nicht arbeiten muss und so nutze ich die Zeit, um endlich nach Hilo zu fahren. Leider werde ich nicht fündig, was Mitbringsel für die Familie angeht. Dafür kaufe ich Schmuck und Kleidung für mich - ist ja auch nicht zu verachten.

 

Außerdem ist heute ein wichtiger Tag, denn ich registriere diese Website online. Wenn man bedenkt, dass ich bis vor 2 Wochen, nicht im Traum daran gedacht habe, eine eigene Website aufzubauen, bin ich auf die schnelle Realisierung sehr stolz.

Am Abend schaue ich mir "The Secret" an. Jeder um mich herum spricht von Manifesting und da ich davon noch nie etwas gehört habe, wird es Zeit, mir den dazu gehörigen Film anzuschauen. Es geht prinzipiell darum, dass jeder seine Zukunft genau so gestalten kann, wie er es sich immer erträumt hat, indem man seinen Wunsch einfach an das Universum richtet. Klingt etwas komisch, ich bin auch immer noch nicht so wirklich überzeugt davon, aber es gibt hier genug Personen, die faszinierende Geschichten dazu erzählen können.

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Fr

21

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 37

Juhu, mein erster Staff-Trip findet heute statt. Wir fahren auf die andere Seite der Insel und schnorcheln in der wunderschönen Kua Bay nördlich von Kona.

Endlich ist der Sand mal wieder strahlend weiß und nicht schwarz. Diese Bucht ist das schönste Schnorchelrevier, das ich in Hawaii besucht habe. Es gibt viele bunte Fische und das Wasser ist türkisblau mit angenehm kleinen Wellen.

Am Nachmittag fahren wir weiter nach Kona, schauen uns das Städtchen an, das fast nur aus Restaurants besteht, und trinken Cocktails. Meine

Mango-Margarita schmeckt traumhaft exotisch und erfrischend.

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Do

20

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 36

Vor meiner Abendschicht schreibe ich für meine Website und checke dann die Free Box nach potenziellen Halloweenkostümen.

In die Freebox kann jeder Kleider, Accessoires, Schuhe, Bücher oder Pflegeprodukte legen, die er nicht mehr benötigt. Man findet dort immer mal wieder coole Sachen und besonders für Halloween konnte ich einige passende Sachen finden, wie z.B. ein schwarzes kurzes Kleid und Schnürstiefel mit 10 cm hohen Absätzen.

Am Abend fand wieder meine heiß geliebte Writing Class statt. Heute ist unser Thema "an unforgettable dream" und ich schreibe meine beste Geschichte bisher. Vielleicht werde ich sie hier zu gegebener Zeit einstellen.


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Mi

19

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 35

Die Zahl meiner Mitbewohner hat sich unerwartet schnell wieder auf eine Person reduziert. Lindsay darf, da sie für einige Monate in Kalani bleiben wird, in ihren eigenen A-Frame ziehen. Das ist ein zeltförmiges Minihaus für eine Person.

Nun sind Neuankömmling Michelle aus Nebraska und ich room mates. Wir verstehen uns auf Anhieb sehr gut.

Nach der Arbeit am Morgen probiere ich zum ersten Mal Joyana Yoga aus. Das ist die erste Yoga-Stunde, die mir richtig gut gefällt. Endlich ist das Training mal herausfordernd und besteht nicht nur aus Dehnübungen und der richtigen Atemtechnik.

Am Abend steht mal wieder etwas Besonderes auf dem Plan: Open Mic.

Das ist eine monatliche Veranstaltung, bei der jeder der möchte etwas vorführen kann. Einige singen Lieder, lesen selbst geschriebene Kurzgeschichten vor oder tanzen. Wir sehen einige unerwartet tolle Darbietungen, wie z.B. Jim's lehrreiches Gedicht über eine Mutter, die unter einer Kokosnusspalme ihr Kind stillt und das leider nicht lebend zu Ende bringen kann. Es war zum Schreien komisch. Tatsächlich werden jedes Jahr mehr Menschen durch herabfallende Kokosnüsse getötet als durch Haiangriffe. Das ist also ein ernstes Thema...*lol*


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Di

18

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 34

Heute ist ein ziemlich perfekter Tag. Die Sonne scheint und alles läuft genau so, wie ich es mir vorstelle. Ich mache mit Jaqueline aus Spaß ein Fotoshooting, bei dem richtig gute Bilder heraus kommen.

Den Nachmittag verbringe ich mit Schreiben am Pool.

Am Abend gehe ich zur Hula-Stunde und danach zur Abschiedsparty einer Volontärin aus Australien, die uns leider verlassen muss.

Als ich in mein Zimmer zurück komme, stelle ich erstaunt fest, dass ich eine neue Mitbewohnerin habe. Wie gut, dass wir vorher darüber in Kenntnis gesetzt wurden, dass wir unser Zimmer jetzt zu dritt teilen müssen.

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Mo

17

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 33

Nach unserem Montagmorgen-Meeting bleibt mir gerade noch Zeit, ein bisschen für meine Website zu schreiben, bevor ich um 13.30 Uhr in die Küche muss.

Die Arbeit macht jedes Mal großen Spaß. Wir können uns gute Musik auswählen, ich arbeite immer mit unterschiedlichen Köchen und anderen Volontären zusammen und es ist definitiv nie langweilig. Leider bekommen wir wenig von der genauen Zubereitung der Speisen mit. Ich fände es toll, wenn wir den Köchen mehr über die Schulter schauen könnten, aber leider fehlt dazu die Zeit. 

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So

16

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 32

Heute ist wieder Ohana Night. Dieses mal machen wir einen Spieleabend. Es ist nicht gerade einfach, als Deutsche Apples to Apples und Scattergories zu spielen, da es bei beidem auf genaue Wortbedeutungen ankommt.

Scattergories ist mit unserem Stadt, Land, Fluss vergleichbar, nur sehr viel variantenreicher. Man muss z.B. Haushaltsgegenstände, Dinge im Meer oder Präsidenten mit einem bestimmten Buchstaben benennen. Ich war noch nicht einmal schlechter als die Amerikaner.

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Sa

15

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 31

Da sich der Tag nicht sehr vom gestrigen unterscheidet, werde ich zur Abwechslung mal Allgemeines über Kalani berichten.

Ich habe hier noch keine Spinnen gesehen (das mag jetzt nicht sehr interessant klingen). Der Punkt ist, dass statt Spinnen an den Wänden süße kleine Geckos herumkrabbeln. Warum können wir die nicht auch in Deutschland statt der Spinnen haben?

Ein anderes Naturphänomen sind die Frösche hier. Die Quaken nicht, sondern singen nachts ihr Lied, das wie Vogelgezwitscher klingt. Das werde ich so sehr vermissen, wenn ich wieder daheim bin. Ich habe allerdings noch nie einen dieser mysteriösen Frösche gesehen. Man munkelt, sie seien nur 2 cm groß.

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Fr

14

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 30

Vom Schnorcheln in den Tide Pools habe ich Ohrenschmerzen bekommen und es macht definitiv keinen Spaß, damit zu arbeiten.

Nach meiner Morgenschicht schreibe und recherchiere ich für meine Website. Das Ergebnis sehen Sie jetzt.

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Do

13

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 29

Ich darf endlich meinen zweiten Vulkan besteigen und der ist im Gegensatz zum Ersten ziemlich lebendig: der Kilauea. Er ist eigentlich einer der weltweit aktivsten Vulkane, nach meinem Geschmack allerdings im Moment etwas zu produktionsfaul.

Denn bis vor ein paar Monaten konnte man ein paar Kilometer südlich von Kalani die Lava ins Meer fließen sehen. Jetzt hat man nur bei Nacht die Möglichkeit, das Glühen der Lava im Krater sehen.

Wir machen eine 6 Kilometer lange Tour durch den inaktiven Teil des Kraters, der überraschend grün ist. Die Lava auf der wir spazieren ist 55 Jahre alt. In gleichmäßigen Wellen ist sie erkaltet, hier und da sind diese Aufgebrochen, wie eine Asphaltstraße nach einem Erdbeben. Dieser Vulkan ist so anders als der Haleakala (Tag 10 meiner Reise). Statt Sand ist die Lava fest, statt Wüste ist es hier ziemlich bewachsen. Ich liebe beide Extreme, es ist so anders als jede Landschaft, die ich bisher gesehen habe. Und es ist unglaublich zu wissen, was ein paar hundert Meter unter uns so alles vor sich geht.


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Mi

12

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 28

Da ich heute wieder nicht arbeiten muss, gehe ich mit einigen anderen zu den Tide Pools. Das sind Lava-Becken, die ein schönes Schnorchelrevier bilden.

Da das Wasser hier wärmer ist und die Wellen des Ozeans nur teilweise für Frischwasser sorgen, schwimmt neben den bunten Fischen auch allerlei Plankton herum, das die Sicht etwas vernebelt.

Am Abend findet eine monatliche Veranstaltung statt: Mystic Thought. Heute geht es um Spirits. Wir sprechen über unerklärliche Erfahrungen der einzelnen Teilnehmer. So hat zum Beispiel einer eine unerklärliche Angst in sich gespürt und ist scheinbar grundlos schreiend in einer Bibliothek von seinem Stuhl aufgesprungen. Später hat sich herausgestellt, dass genau in diesem Augenblick sein Bruder einen Unfall hatte (er wurde nur leicht verletzt).

Es ist interessant, welche Erlebnisse die anderen haben. Ich selbst kann nur über Gelesenes berichten. Für ein Schulreferat habe ich mich z.B. mit Nahtoderfahrungen auseinandergesetzt. Auch jemand aus Kalani hat diese Erfahrung als Kind gemacht. Irgendwann werden wir wohl alle herausfinden, ob es ein Leben nach dem Tod gibt oder wir vielleicht als Geister auf der Erde bleiben. Ich würde ein Leben im Paradies vorziehen. 

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Di

11

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 27

Den Morgen verbringe ich mit der einzigen anderen Deutschsprachigen am Strand. Das Meer ist heute ruhiger, so dass wir ohne Probleme darin schwimmen können.

 

Natürlich kommt genau in dem Augenblick, als ich zurück an den Strand gehen möchte, eine riesige Welle und befördert mich etwas unsanft aus dem Wasser.

Den Rest des Tages verbringe ich am Pool mit Spanisch lernen und Schreiben für diese Website. Die Idee von einer eigenen Website kam mir in den letzten Tagen und nun muss ich überlegen, was diese beinhalten soll. (Bitte nicht verwirrt sein, dieser Eintrag wird am 13. November geschrieben und zurück datiert).

Jedenfalls möchte ich auf meiner Website über Sabbaticals, billiges Reisen nach Hawaii und Volontärarbeit berichten.

Die Idee ist geboren, jetzt muss sie nur noch mit Leben und Text gefüllt werden.

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Mo

10

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 26

Nach der Morgenschicht widme ich mich endlich mal meinem Spanisch-Buch. Ich hatte angenommen, in Hawaii viel Zeit zu haben und habe deshalb einige Wochen davor angefangen, Spanisch zu lernen.

Wider Erwarten ist meine freie Zeit doch immer recht schnell mit anderen Aktivitäten gefüllt, so dass ich bisher noch gar keine Zeit zum Lernen hatte.

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So

09

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 25

Da ich nicht arbeiten muss, werde ich mir heute alle Sportkurse antun, die es gibt. Morgens geht es los mit Ecstatic Dance. Man stelle sich 70 Leute vor, die zur gleichen Musik 70 verschiedene Tänze tanzen.

Die beste Beschreibung, die mir für das Spektakel einfällt ist "verrückt". Alle tanzen wild durcheinander, manche sind verkleidet (vielleicht laufen sie auch immer so herum, es würde mich nicht wundern) und bringen Bälle oder Luftballons mit.

Am Nachmittag widme ich mich dann gesittetem Modern Dance und danach Aerial Dance. Aerial ist verdammt schwer. Mit Hilfe von an der Decke befestigten Tüchern machen wir zuerst ein paar Kräftigungsübungen und sollen dann am Stoff emporklettern. Das sieht nicht sehr schwer aus, ist aber leider eine verdammt rutschige Angelegenheit. Ich beschließe, diesen Kurs lieber nicht mehr zu besuchen. Das Tarzan-Gen wurde mir leider nicht vererbt.

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Sa

08

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 24

Ich arbeite wieder bis 13.30 Uhr und genieße danach das herrliche Wetter am Pool. Vor allem beschäftige ich mich mit den Gedanken um meine Zukunft.

Es scheint, als ob jeder, der in Kalani ist, eine neue Richtung in seinem Leben sucht, sei es beruflich, nach der Trennung vom Partner oder nachdem das Studium abgeschlossen wurde.

Es gibt Dinge im Leben, auf die man keinen Einfluss hat. Aber die, die man beeinflussen kann, sollte man nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten. Wenn man keinen Spaß an dem hat, was man tagein tagaus macht, ist es Zeit etwas zu ändern. Ich weiß, das klingt ziemlich abstrakt. Ich bin gerade im Prozess heraus zu finden, was das Ganze nun für mich bedeutet.

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Fr

07

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 23

Nachdem ich von 6-13.30 Uhr gearbeitet habe, gehe ich den Nachmittag ruhig an, sitze mit ein paar Freunden zusammen und besuche eine Tanzstunde, bei der wir Elemente aus Jazz-Dance, Modern, Hip Hop und Salsa verknüpfen.

Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt, meine Zeit nur in Kalani zu verbringen. Es gibt so viel zu tun: arbeiten, die Kurse besuchen, E-Mails schreiben, kreativ sein, dass ich die Zivilisation nicht vermisse. 


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Do

06

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 22

Heute fahre ich mit dem Bus zum Kuhio Shopping Center. Es soll die lustigste Busfahrt meines Lebens werden.  Der Busfahrer rauscht die Berg- und Talstraße munter mit 70 km/h entlang. Ich sitze in der letzten Reihe und hebe manchmal 20 cm von meinem Sitz ab. Diese Straße ist wirklich besser als jede Achterbahn.

Am Nachmittag werden meine Deutschkenntnisse gefragt. Ich darf den Kalani-Flyer ins Deutsche übersetzen, eine manchmal sehr knifflige Aufgabe, die mir unglaublich viel Spaß macht. Endlich kann ich mal wieder meine grauen Zellen anstrengen.

Abends wartet ein neues Ereignis. Will, ein Festangestellter in Kalani, beginnt eine Writing Class. Da ich, wer hätte es gedacht, gerne schreibe, ist das die perfekte Gelegenheit für mich, endlich mal wieder kreativ zu sein, da ich in letzter Zeit kaum etwas geschrieben habe. Ich habe Angst, kein einziges Wort zu Papier zu bringen. Doch das stellt sich als unbegründet heraus. Beim zehnminütigen "Junk Writing" schreiben wir uns vom Herzen, was uns gerade beschäftigt. Danach bekommen wir das Thema des Tages vorgestellt: I remember...

Obwohl jede unserer stories also gleich beginnt, entwickeln sie sich in unglaublich unterschiedliche Richtungen. Es macht Spaß, den anderen kreativen Ergüssen zu lauschen und selbst ein gutes Feedback für das Geschriebene zu erhalten.

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Mi

05

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 21

Die Zeit bis zu meiner ersten Schicht in der Küche vertreibe ich mir am Pool und mit dem ersten Croquet-Spiel meines Lebens.

Um 13.30 Uhr beginnt die kurze Besprechung, was für das Abendessen vorbereitet werden muss und dann geht es auch schon los. Unsere Aufgabe ist es, die Salatbar vorzubereiten. Karotten und Rote Beete müssen gehexelt, Gurken und Salat geschnitten und gewaschen werden. Tomaten, Artischocken, Feta, Sprossen und Quinoa runden das Buffet ab.

Während des Dinners sind meistens 2 Leute für das Servieren der Warmspeisen am Buffet zuständig, einer ist Middle (Nachfüllen der Salatbar, Abwasch) und einer ist an Hobarth. Hobarth ist unser lieber Freund der Geschirrspüler. Ich finde es nicht sehr toll, das dreckige Geschirr der ganzen Leute soweit von Essensresten zu befreien, damit wir es mit Hobarth reinigen können. Wenn plötzlich alle gleichzeitig ihre Teller zurückbringen, kommt man kaum hinterher, den Geschirrspüler zu füllen.

Unsere Schicht endet um 20.15 Uhr und ich beeile mich ans andere Ende von Kalani zu kommen, um am Trance Dance teilzunehmen. Das ist mal wieder etwas vollkommen Neues für mich. Wir verbinden uns die Augen und sollen durch bestimmte Atemübungen in eine Trance fallen. Dann wird mit Trommeln gespielt und jeder kann blind durch die Gegend tanzen wie er will. Ich war zwar nicht in Trance, aber ist sehr cool, einfach frei tanzen zu können ohne sich beobachtet zu fühlen. Obwohl wir relativ viele Tänzer sind, bekomme ich nur einmal  einen Arm ab. Instinktiv scheint man sich wohl aus dem Weg zu gehen. Es ist eine interessante und ungemein befreiende Erfahrung, blind zu tanzen.

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Di

04

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 20

Mein erster Ausflug zum Strand steht auf dem Plan. Als ich die Lavafelsen herunterklettere reiße ich mir an den spitzen Steinen eine 10 Zentimeter lange Schramme in den Oberschenkel.

Der Strand selbst besteht aus schwarzem Sand, die Wellen sind heute so hoch, dass ich mir das Spektakel lieber vom Trockenen aus ansehe.

Nach dem Lunch habe ich meine Küchenorientierung, bei der uns gezeigt wird, wie die Arbeit in der Küche abläuft, was unsere Aufgaben sind usw.

Danach geht es weiter zu Vinyasa-Yoga und meiner ersten Hula-Stunde am Abend. Wer gedacht hat, Hula wäre einfach mit dem Hintern wackeln und die Hände wellenförmig bewegen, liegt falsch. Es ist anstrengend, die Beine immer gebeugt zu halten und gleichzeitig die Schritte ordentlich auszuführen. Wenn dann noch die Armbewegungen dazu kommen ist die Verwirrung komplett. Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Jeder kann die simple Version tanzen, das Schwere ist nur wie so oft, die perfekte Ausführung der einzelnen Bewegungen.

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Mo

03

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 19

Jeden Montagmorgen findet um 8.30 Uhr das Wochenmeeting statt. Hier werden wir informiert, welche Gruppen diese Woche ankommen, welche besonderen Veranstaltungen stattfinden, welche neuen Volontäre kommen und wer uns diese Woche verlässt. Danach treffen sich alle Küchenmitarbeiter und haben ein ähnliches Meeting. Das Schöne dabei ist, dass man sehr wertgeschätzt wird. Unsere Küchenchefin Sammy sagt uns ständig, wie sehr sie uns liebt und welch großartige Arbeit jeder Einzelne leistet. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist in Kalani sehr ausgeprägt. Man hilft sich gegenseitig und bekommt täglich Komplimente.

Am Nachmittag probiere ich Yin Yoga und Pilates. Abends lerne ich die ersten hawaiianischen Wörter in unserer wöchentlichen Hawaiian Studies Class.

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So

02

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 18

Es fühlt sich komisch an, plötzlich an einem Ort fest zu sitzen. Ich war es die letzten zweieinhalb Wochen gewohnt, jeden Tag auf Achse zu sein, viele neue Dinge zu sehen.

Jetzt bin ich in Kalani, wo nichts in Reichweite ist. Die nächste kleine Stadt und damit auch die nächsten Geschäfte sind 15 Kilometer entfernt. Kalani ist zwar direkt am Meer, allerdings an einer Steilküste, bis zum Strand muss man 25 Minuten laufen.

Jeden Sonntagmorgen fährt die Küchenmanagerin zum Maku'u Market, um frisches Obst und Gemüse zu kaufen. Wer will kann sie begleiten. Diese Chance ergreife ich natürlich. Auf dem Markt findet man warme Speisen, Souvenirs, Schmuck, Kleidung und Vintage-Artikel.

Am Nachmittag bekomme ich zusammen mit drei weiteren Neuankömmlingen eine Orientation-Tour durch das weitläufige Kalani.

Am Abend ist Ohana (Familie) Night. Das ist eine besondere wöchentliche Veranstaltung für Volontäre. Heute findet sie unter dem Motto "Power Spirit Animal" statt. Dabei machen wir uns auf die Suche nach unserem Totem. Es ist eine alte schamanische Tradition. Erstaunlicherweise finden viele von uns ihr Totem gleich bei der ersten "Reise". Ich weiß, das klingt alles etwas seltsam und ich habe mich vorher noch nie mit etwas Vergleichbarem beschäftigt, aber ich bin nach Hawaii gekommen, um neue Erfahrungen zu sammeln und alles Mögliche auszuprobieren. Leider ist es für mich nicht so einfach, in die Welt der Spirits zu reisen. Aber bei der dritten und letzten Runde finde ich dann endlich sogar zwei Totems und eines davon ist sogar mein Lieblingstier: ein schwarzer Panther.

 

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Sa

01

Okt

2011

75 Tage Paradies / Tag 17

Der Tag ist gekommen, an dem ich meinen letzten Inter-Island-Flug nach Big Island antrete, um mein 2 monatiges Volontariat in Kalani zu beginnen.

Hannah, die ebenfalls als Volontär in Kalani arbeitet, holt mich am Flughafen ab. 

Bereits die Straße, die nach Kalani führt, ist ein einziges Abenteuer. Vor ca. 20 Jahren ist die Lava beim Ausbruch des Kilauea genau hier ins Meer geflossen, hat auf ihrem Weg alle Häuser zerstört und gleichzeitig ein riesiges Stück Neuland im Puna-District geschaffen. Die Straße wurde einfach ohne Begradigung auf die Lava gebaut, so dass sie nun einer Achterbahn gleicht. 

In Kalani angekommen beziehe ich mein Zimmer, das ich mit Lindsay aus Illinois teile. Wir befinden uns direkt über der Küche. Vom großen Gemeinschaftsraum mit Flachbildfernseher zweigen rundherum 6 Zimmer ab und in einem wohne ich.

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Fr

30

Sep

2011

75 Tage Paradies / Tag 16

Meine letzte Tour mit dem Banana Bungalow führt nach Paia, wo wir Wind- und Kite-Surfer beobachten und am Strand faulenzen. Paia selbst ist eine kleine Stadt mit einigen süßen Geschäften.

Viel ist hier nicht los und ausgedehnte Shoppingbummel sind auch nicht möglich. Dafür kann man in einem Restaurant auf der Hauptstraße ausgezeichnete Bio-Holzofen-Pizza essen.

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Do

29

Sep

2011

75 Tage Paradies / Tag 15

Nein, ich mache heute keine geführte Hostel-Tour. Lahaina hat mich so fasziniert, dass ich mit 2 anderen Deutschen noch einmal dorthin fahre.

Momentan sind im Banana Bungalow vor allem Deutsche und Schweizer. Es ist sehr lustig, so viel Deutsch zu hören, obwohl man auf der anderen Seite der Welt ist.

In Lahaina widme ich vor allem den Galerien viel Zeit. Ich bin prinzipiell kein großer Museumsgänger, aber die Kunst hier ist die Schönste, die ich je gesehen habe.

Von grandiosen Naturaufnahmen über Fotomontagen bis hin zu Plastiken und Aquarellen gibt es alles, was das Künstlerherz höher schlägen lässt. Ich könnte hier ohne Probleme 100.000 $ ausgeben. Da mein Kontostand das leider nicht zulässt, muss ich mich mit den Erinnerungen daran zufrieden geben.

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Mi

28

Sep

2011

75 Tage Paradies / Tag 14

Ich würde meinen Eintag gerne mit "heute" beginnen, aber das habe ich schon zwei mal hintereinander gemacht...Mist.

Es ist erfreulicherweise der erste Tag, an dem ich meinen Muskelkater von der Haleakala-Wanderung überhaupt nicht mehr fühle.

Wir fahren nach Kaanapali und gehen schnorcheln. Direkt am Strand wartet eine große Wasserschildkröte auf uns, die sich anscheinend zwischen vielen Touristen sehr wohl fühlt. Viele Fische später machen wir uns auf den Weg Richtung Lahaina und schauen uns den größten sitzenden Buddha außerhalb Japans an. Das schöne touristische Städtchen Lahaina schlägt mich augenblicklich in seinen Bann. Neben vielen Geschäften besticht es durch unzählige kleine Kunstgalerien.

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Di

27

Sep

2011

75 Tage Paradies / Tag 13

Heute führt uns unsere Tour zu der wohl bekanntesten Straße Mauis: der Road to Hana. Die schmale, kurvenreiche Strecke windet sich Meile um Meile die Küste entlang. Ich habe noch nie so viel während einer Autofahrt gelacht wie hier.

Henry, unser Tour-Guide und Fahrer, ist so genervt von den gemächlich vor ihm fahrenden Touristen-Mietwagen, dass er ein halbstündiges Hupkonzert startet. Manche Fahrer sind anscheinend taub oder absichtlich resistent, jedenfalls dauert es eine Weile, bis alle rechts angehalten haben, um uns passieren zu lassen. Dass die drei Schweizer im Van schon um halb 10 Uhr morgens anfangen, Bier zu trinken und eine Stunde später jeweils 5 Dosen geleert haben, heizt die Stimmung zusätzlich an.

Die Abkühlung folgt im Nu, als wir in einer Höhle baden gehen. Wir springen ins unbekannte Dunkel und schwimmen einige Züge im wunderbar erfrischenden Wasser. Als wir tiefer in die Höhle gelangen, umfängt uns tiefe Schwärze. Jeder versucht sich an den Steinwänden festzuklammern und stößt bei jeder Bewegung mit einem anderen zusammen. Es ist unglaublich lustig. Wir haben eine kleine Taschenlampe für 13 Leute die uns den Weg durch einen Minidurchgang "erleuchtet", der uns von einer Höhlenkammer in die nächste führt. Danach klettern wir alle eine steile, rutschige Felswand empor. Die Gefahr, abzurutschen, ist nicht zu unterschätzen, aber irgendwie schaffen wir es alle ins Tageslicht hinaus und dann eine nicht minder gefährliche Felswand hinunter. Das war definitiv ein einmaliges Abenteur.

Damit war der Tag aber noch lange nicht zu Ende, wir hatten noch nicht einmal Lunch. Bevor es soweit ist, erkunden wir noch kurz einen Wasserfall und einige von uns baden darin. Dann essen wir in einem Straßenrestaurant Barbeque zu Mittag und fahren weiter. Unser Verdauungsspaziergang ist eine einstündige Wanderung durch einen Bambuswald zu einem anderen Wasserfall.

Abschließend sehen wir uns die Seven Pools an und pausieren an einem roten Sandstrand.

Nach 12 Stunden Action kommen wir wieder im Hostel an.

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Mo

26

Sep

2011

75 Tage Paradies / Tag 12

Heute steht wieder etwas mehr Action auf dem Programm. Die Tour führt uns  zum Iao Valley. Nachdem wir die Iao Needle (Foto) vom Aussichtsturm fotografieren konnten, führt uns ein nicht sehr offiziell anmutender Wanderweg hinein in den grünen Dschungel.

Der "Trail" ist überwuchert von Pflanzen. Unser Guide Nadine pflückt uns allerlei wilde Früchte, wie z.B. Strawberry-Guavas, die unglaublich lecker schmecken. Wieder einmal müssen wir uns munter bergauf quälen, um später den gleichen Weg wieder zurück zu gehen... Was der Mensch doch alles für unnötige Sachen macht.

Wie immer schlägt mich die einmalige Natur in ihren Bann. Ich liebe das Grün, die wilden Blumen und lustig aussehenden Früchte.

Am Ende der Wanderung nehmen wir ein sehr erfrischendes Bad in einem Fluss, der mich ziemlich an die Flüsse im Schwarzwald erinnert.

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So

25

Sep

2011

75 Tage Paradies / Tag 11

Wie erwartet habe ich Muskelkater, meine Unterschenkel protestieren lauthals, wenn ich eine Treppe hinabsteige. Deshalb ist heute relaxen angesagt. Die Hostel-Tour des Tages geht erst am Nachmittag los und führt uns nach Big Beach/Little Beach.

Jeden Sonntag findet am Little Beach ein Drum Circle statt. Das bedeutet, dass sich verschiedene Musiker treffen und den Strand mit Trommeln erfüllen. Es ist eine wunderbare Atmosphäre: der schöne Strand, das rauschende Meer und Klänge wie in Afrika oder bei den Aborigines. Wir tanzen im warmen Sand bis die Sonne untergeht.

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Sa

24

Sep

2011

75 Tage Paradies / Tag 10

Endlich ist der Tag gekommen: ich werde meinen ersten Vulkan besteigen. Ich bin aufgeregt und habe gleichzeitig ziemlichen Respekt vor dieser Tour, denn wir werden 12 Meilen (ca. 20 km) wandern.

Als wir am Visitor Center ankommen, ist es unerbittlich kalt. Ich ziehe alle Kleider an, die ich dabei habe, aber der starke Wind lässt mich frieren. Als wir auf dem Sliding Sands Trail den Abstieg beginnen, wird es schlagartig besser. Der Krater hält den Wind ab. Der Pfad macht seinem Namen alle Ehre, wir schlittern im Sand nach unten. Nach wenigen Minuten sind wir von Kopf bis Fuß eingestaubt. Das nennt man dann wohl natürlichen Sonnenschutz.

Die Landschaft um mich herum ist grau-schwarz-rot. Es gibt keine Pflanzen außer dem Silberschwert (rechts). Ich fühle mich wie auf dem Mars. Es ist utopisch und gleichzeitig wunderschön.

Wir haben großes Glück mit dem Wetter, keine Wolke bedeckt den blauen Himmel. Laut unserem Tour Guide war es in den letzten paar Wochen nie so schön wie heute.

Die Wanderung ist nicht so anstrengend wie befürchtet, da wir meistens bergab gehen. Ich bin sehr froh, dass wir einen Tour Guide bei uns haben, denn obwohl ich einen sehr guten Orientierungssinn habe, ist es schwer aus einem Meer von schwarz-roten Sandbergen Anhaltspunke auszumachen.

Irgendwie hätte man sich denken können, dass man das, was man nach unten gelaufen ist auch irgendwann wieder hinauf laufen muss. Nichts desto trotz leiden wir alle, als es die letzten 3-4 Kilometer nur noch in Serpentinen bergauf geht. Hinter jeder Kurve hoffen wir, dass wir es endlich geschafft haben, doch erst nach über einer Stunde ist es dann endlich so weit.

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Fr

23

Sep

2011

75 Tage Paradies / Tag 9

Meine Zeit auf Kauai ist schon vorüber. Ich habe einmalige Natur gesehen, leider aber zu wenig Zeit gehabt, um näher darin einzutauchen. Heute geht mein Abenteuer in Maui weiter.

Ich komme mittags in meinem Hostel Banana Bungalow in Wailuku an. Dieses Hostel bietet jeden Tag kostenlose Touren an und ich schreibe mich gleich für den nächsten Tag ein: ein Ganztagesausflug zum Haleakala. Endlich werde ich meinen ersten Vulkan besteigen.

Wailuku selbst hat nicht viel zu bieten. Es gibt weder einen Strand, zu dem man laufen könnte, noch Shopping-Möglichkeiten.

Also nutze ich die freie Zeit, um endlich mal meiner Familie und Freunden von meinen Erlebnissen zu berichten.

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Do

22

Sep

2011

75 Tage Paradies / Tag 8

Heute kann ich endlich das sehen, was mich seit Jahren am Meisten an Hawaii fasziniert: die Na Pali Küste.

Leider muss ich zuerst meinen Mietwagen zurück geben und mit dem Bus in den Norden der Insel fahren. Die Endstation in Hanalei ist 12 Meilen vom Beginn des Wanderweges entfernt. Also heißt es trampen. Das stellt sich als nicht sehr einfach heraus, wenn 2 Meter hinter mir 2 Inuit mit Riesenrucksäcken stehen, die das Gleiche vorhaben. Nach einer Weile beschließe ich, auf dem nahen Parkplatz Leute anzusprechen und werde fündig: ein spanisches Ehepaar auf Hochzeitsreise kann mich im Jeep mitnehmen. Da kommen meine 2 Alaska-Freunde und wollen auch noch mitfahren. Die beiden sind 1,90 m groß und wir quetschen uns inklusive aller Rucksäcke auf die Rückbank. Gelinde gesagt: es ist eine kuschelige und sehr lustige Fahrt.

Die 4-Meilen-Wanderung zum ersten Strand der Na Pali Küste ist durch Dauersonne und hohe Luftfeuchtigkeit ziemlich anstrengend, aber jeden Tropfen Schweiß wert. Der Ausblick von Oben ist atemberaubend. Die letzten paar Meter klettert man über riesige Lavafelsen und muss einen Fluss durchqueren, bevor man endlich den breiten weißen Sandstrand mit den hohen Wellen erreicht. Gerne würde ich weitere 2 Meilen zu einem Wasserfall gehen, doch es ist mal wieder zu spät am Nachmittag, um den ganzen Rückweg bei Tageslicht zu schaffen.

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Mi

21

Sep

2011

75 Tage Paradies / Tag 7

Ich fahre mit dem Bus zurück an den Flughafen, um mir ein Auto zu mieten und ziehe dann in ein anderes Hostel um. Stryper ist so nett, mir meine ganzen Kosten zurück zu erstatten, nachdem ich ihm gesagt habe, dass ich die ganze Nacht Atemprobleme hatte, was in gewisser Weise auch der Wahrheit entspricht.

Leider ist es schon 12.30 Uhr als ich mich endlich auf den Weg zu den Wailua Wasserfällen mache. Es macht großen Spaß auf den ruhigen Straßen endlich mal wieder selbst Auto zu fahren und dabei amerikanische Radiosender zu hören.

Weiter geht's um die halbe Insel zum Waimea Canyon (links). Die Straße windet sich in Serpentinen empor und alle paar Meilen kann man den Ausblick an einem Lookout genießen. Am Ende der Straße hat man linkerhand einen fantastischen Ausblick in das Kalalau Valley (rechts) der Na Pali Küste. Ich habe Glück mit dem Wetter, weder das Tal noch der Canyon liegen im Nebel. Ich wandere ca. 2 Kilometer in Richtung Alakai Sümpfe und nähere mich dabei dem niederschlagreichsten Punkt der Erde, bekomme aber nur wenige Tropfen ab. Am liebsten würde ich auf dem Pihea Trail weiter in die atemberaubende Natur der Sümpfe vordringen, doch die einbrechende Nacht hält mich davon ab.

Auf dem Rückweg mache ich am Spouting Horn bei Poipu Halt und kann einige wunderschöne Aufnahmen der Wasserfontäne im Sonnenuntergang machen.

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Di

20

Sep

2011

75 Tage Paradies / Tag 6

Dieser Tag soll der schlimmste meiner Reise werden.

Ich komme um 21 Uhr in meinem Hostel auf Kauai an. Der Typ, der mich eincheckt hat den vertrauenserweckenden Namen Stryper und ist eine dieser Personen, denen ich nicht bei Nacht begegnen möchte.

Dummerweise ist es Nacht und ich bin der einzige Gast in diesem Hostel: Gratulation, Sie haben den Hauptgewinn gezogen!

Stryper ist Gott sei Dank netter, als er auf den ersten Blick erscheint. Leider ist das Zimmer, das ich ganz für mich alleine habe, sehr schmutzig und die Bettlaken riechen ekelig. Ich überlege fieberhaft, wie ich aus dieser Misere herauskommen könnte. Ich kenne mich in der Stadt nicht aus, mir bleibt also nichts anderes übrig, als die Nacht hier zu verbringen. Ich verbarrikadiere meine Tür und benutze meine Handtücher als Laken. Irgendwie gelingt es mir, ein wenig zu schlafen.

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Mo

19

Sep

2011

75 Tage Paradies / Tag 5

An meinem letzten Tag in Honolulu besuche ich mit einer Mitbewohnerin aus Australien Pearl Harbor. Die Fahrt mit dem Bus dauert über eine Stunde und ich habe intelligenterweise mal wieder vergessen, eine Weste mitzunehmen. Als Eisklotz verlasse ich den auf 15 Grad Celsius herunter gekühlten Bus.

Wir entscheiden uns, eine Self-Guided-Audio-Tour zu machen. Das wäre nicht einmal nötig gewesen, da das Visitor Center den geschichtlichen Hintergrund unter anderem durch mehrere Filme veranschaulicht.

Nachdem wir die Ausstellung angesehen haben, fährt uns ein Boot zum Arizona Memorial (Foto). Die moderne 56 Meter lange Gedenkstätte wurde direkt über der 1941 gesunkenen USS Arizona errichtet. Durch das Wasser kann man die Umrisse des Schiffes schimmern sehen.

Die beim Angriff auf Pearl Harbor eingeschlossenen Soldaten befinden sich noch immer im Wrack. Es ist ein beklemmendes Gefühl nur wenige Meter über diesem Massengrab zu stehen.

Obwohl der Film Pearl Harbor eine fiktive Liebesgeschichte erzählt, ergreift mich das Erlebte durch die Filmszenen in meinem Kopf umso mehr.

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So

18

Sep

2011

75 Tage Paradies / Tag 4

Heute lasse ich mich in einem viel zu sehr klimatisierten Bus bei einer Circle around the Island Tour um Oahu fahren. Ein lustiger Hawaiianer zeigt uns all die Drehorte von Lost, Hawaii 5-0 und zahlreichen Hollywood-Filmen. (Nähere Infos zu Filmen und Drehorten finden Sie hier.)

Wir sehen zahllose wunderschöne Strände, die Dole Plantagen und eine Macadamia Nuts Farm. Es lohnt sich, die köstlichen Macadamia Nüsse, die mit Salz, Zimt, Honig etc. geröstet werden, zu probieren. Außerdem gibt es dort Macadamia Kaffee, der ausgesprochen lecker schmeckt.

 

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Sa

17

Sep

2011

75 Tage Paradies / Tag 3:

Meine erste Wanderung steht auf dem Plan. Von meinem Hostel im Osten Waikikis mache ich mich um 8.30 Uhr auf den Weg Richtung Diamond Head.

Die von einem Mitarbeiter des Hostels prognostizierten 20 Minuten Aufstieg zum Eingang des eigentlichen Kraters sind mittelmäßig untertrieben. Ich brauche doppelt so lange und nein, das liegt nicht daran, dass ich zu langsam laufe.

Jeden Samstag Morgen findet gegenüber der Einfahrt zum Diamond Head ein Farmer's Market statt. Das Gedränge ist riesig. Japanische Touristen mischen sich mit Einheimischen und reißen sich um das günstige frische Obst, Gemüse, selbstgemachte Marmeladen und frische Warmspeisen.

Der restliche Aufstieg auf den Diamond Head geht an meine Grenzen. Nachdem es kurz geregnet hat, ist die Luftfeuchtigkeit enorm hoch und ich habe nicht genug Wasser bei mir.

Aber der Ausblick auf Waikiki entschädigt mich für die Strapazen. Und als ich wieder unten ankomme, erfrische ich mich mit einem Shave Ice. Das ist eine hawaiianische Spezialität bestehend aus gecrashtem Eis mit Sirup in allen möglichen Geschmacksrichtungen.

Nach einer kurzen Entspannungspause am Strand, nehme ich die nächste Wanderung in Angriff. Diesmal zum Ala Moana Shopping Center, das alle Frauenherzen mit seiner Vielfalt an Designershops und trendigen Läden höher schlagen lässt.

Als ich über die Kalakaua Avenue zurück laufe, stelle ich erstaunt fest, dass dort binnen Stunden ein riesiges Straßenfest aufgebaut wurde. Kulinarische Köstlichkeiten, Schmuck und Souvenirs, Live-Musik und Hula-Vorführungen auf 8 Bühnen schlagen mich auf über einem Kilometer Länge in ihren Bann.

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Fr

16

Sep

2011

75 Tage Paradies / Tag 2:

Geschafft: Nachdem ich gestern Abend spät in meinem Hostel in Waikiki eingecheckt habe, kann ich heute anfangen, die Stadt zu erkunden. Die Sonne scheint, die Temperaturen sind so sommerlich wie erwartet. So habe ich mir Hawaii vorgestellt.

Als ich direkt am Waikiki Beach auf einen Bus warte, der mich Downtown bringt, schlägt mir der Hawaiian Lifestyle zum ersten Mal entgegen. Die Menschen um mich herum sind tiefengebräunt, tragen Badeshorts oder Bikinis und das obligatorische Surfboard mit sich herum. Ich komme mir sehr wie ein weißer Frischfleisch-Tourist vor.

Meine erste Station in der Altstadt ist der Aloha Tower. Das Wort Altstadt ist nicht im europäischen Sinne zu verstehen. Die Gebäude sind lediglich ca. 100 Jahre alt. Der 56 Meter hohe Turm wurde 1926 erbaut, um die Neuankömmlinge mit dem Aloha-Schriftzug zu begrüßen. Auf der Plattform genieße ich den Ausblick auf die modernen Hochhäuser des Business-Viertels und den Honolulu Harbor.

Ich wandere zwischen den beeindruckenden Gebäuden umher, schaue mir die St. Andrews Cathedral, das State Capitol und Iolani Palace (Foto), den einzigen Königspalast der USA, an.

Am Nachmittag habe ich Gelegenheit das erste Mal im Pazifik zu schwimmen. Waikiki Beach ist zwar einer der bekanntesten Strände der Welt,  aber nicht sonderlich beeindruckend. Der Strand selbst ist relativ schmal, die Wellen werden meistens durch flache Steinmauern abgehalten.

Am Abend bemerke ich erstaunt, wie plötzlich die Sonne hier untergeht. Um 19 Uhr ist es stockfinster. Ich laufe ganz Waikiki Beach entlang (mein Hostel ist am Ostende des Strandes), bis ich das Hilton Hawaiian Village erreiche, wo jeden Freitag Abend ein spektakuläres Feuerwerk stattfindet. 

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Do

15

Sep

2011

75 Tage Paradies / Tag 1:

Mit Herzklopfen stehe ich am Frankfurter Flughafen und verabschiede mich von meinen Eltern. Eigentlich muss ich nicht weinen, aber wenn ich in diese wässrigen Augen schaue, fällt es schwer, mich nicht solidarisch zu zeigen.

Ich passiere frohen Mutes die Sicherheitskontrolle, die wie immer keinen Piep von sich gibt, bis mich eine Angestellte der Luftsicherheitskontrolle zu sich winkt. Da weit und breit kein anderer Fluggast zu sehen ist, wurde ich als Objekt der Begierde auserkoren. Drei ihrer Kollegen stürzen sich auf mein Handgepäck und durchsuchen jedes einzelne Taschentuch nach potenziell lebensbedrohlichen Dingen, während mich die Frau am ganzen Körper abtastet. Da sie nichts finden können, lassen sie mich notgedrungen passieren.

Als ich im Flugzeug sitze, neben einem Mädchen, das 2 Minuten nach dem Start schon in Tiefschlaf gefallen ist, überlege ich mir kurz, wie ich eigentlich auf die Schnapsidee gekommen bin, alleine 75 Tage auf der anderen Seite der Welt zu verbringen.

Meine Bedenken halten nicht lange an, denn ich weiß, wenn ich dieses Flugzeug verlasse, bin ich auf Hawaii

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Sa

12

Mai

2012

Hawaii Top 10

  1. Na Pali Küste (Kauai)

  2. Kilauea Krater (Big Island)

  3. Straße nach Hana (Maui)

  4. Pearl Harbor (Oahu)

  5. Haleakala (Maui)

  6. Honolulu (Oahu)

  7. Waimea Canyon (Kauai)

  8. Little Beach (Maui)

  9. Mauna Kea (Big Island)

10. Rainbow Waterfalls (Big Island)

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Mo

28

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 75

Nach dem Frühstück heißt es packen. Mein Koffer ist zum Bersten gefüllt. Ich versuche, mir die Zeit bis zum Mittagessen mit Glee zu vertreiben.

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So

27

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 74

Mein letzter vollständiger Tag in Kalani ist angebrochen. Deshalb gehe ich noch einmal zum Maku'u Market und kaufe ein paar Souvenirs.

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Sa

26

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 73

Ich habe keinen "Hangover" wie meine Mitstreiter von gestern, aber da ich schon vor 7 Uhr aufgewacht bin, bin ich sehr müde und verbringe den Tag dem entsprechend gemütlich.

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Fr

25

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 72

Drei Geburtstagskinder veranstalten am Abend eine Party zusammen, die spontan in eine nah gelegene Bar verlagert wird, da dort eine bekannte Band spielt.

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Do

24

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 71

Happy Thanksgiving!

Ich freue mich riesig, dass ich nach Halloween ein weiteres typisch amerikanisches Fest miterleben kann.

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Mi

23

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 70

Nun ist meine letzte Schicht in der Küche vorbei. Es war heute wieder einmal sehr lustig. Zum Schluss wurde ich kräftig mit Wasser bespritzt, das ist Tradition beim Austritt.

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Di

22

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 69

Ich erlebe den perfekten Sonnenuntergang. Obwohl ich auf der Südostseite der Insel bin, färbt sich der ganze Himmel in dramatischen orange-rot-lila-Facetten. 

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Mo

21

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 68

Meine letzte Woche ist angebrochen. Noch drei Morgenschichten in der Küche und dann ist es vorbei...*schnief*

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So

20

Nov

2011

75 Tage Paradies / Tag 67

Ich würde zu Hause nie auf die Idee kommen, freiwillig Müll einzusammeln. Aber auf Hawaii ist alles anders.

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